Das Krankheitsbild aus Sicht der Chinesischen Medizin (TCM)

Rückenschmerzen

Krankheitsbild

Rückenleiden, was ist das? Die Definitionshoheit und das Recht zur Namensgebung liegen nach wie vor fest in den Händen der klassischen Orthopädie. Leiden am Rücken werden als Osteochondrose (Degeneration von Knochen und Knorpeln), als Spondylarthrose (degenerative Erkrankung der kleinen Wirbelgelenke), als Bandscheibenvorfall, zu enger Wirbelkanal, Gleitwirbel... diagnostiziert und behandelt. Der Arzt nimmt sich also das Skelett vor und untersucht es unter Benutzung von Röntgenbildern und neueren bildgebenden Verfahren nach Abnormitäten. Wo es Verschiebungen oder Verformungen aufweist, wird das Leiden festgemacht. Die geschädigten Teile werden dann über den operativen Eingriff wieder instand gesetzt. Oder der Fall wird dem Chirotherapeuten übergeben, der Skelettschäden von außen manuell zu korrigieren versteht. Wie die Wirksamkeit dieser schönen Methodik zu erklären sei, ist freilich umstritten. Es muss gar nicht so sehr das Wiedereinrasten einer Gelenkfläche sein, was den Schmerz lindert oder beseitigt. Es sei vielmehr die rasche, den Eigenreflex unterlaufende Entspannung dauerverkrampfter Tiefenmuskulatur, lautet eine alternative Erklärung.
Die chinesische Medizin eröffnet einen noch weiteren Horizont. Über die Thematik der muskulären Verspannung hinaus kommt auch die Rolle der Gewebebeschaffenheit in den Blick. Stoffwechselvorgänge mit ihren Ausscheidungsprozessen werden beachtet. Und schließlich wird die individuelle Geschichte des aktuellen Rückenleidens verfolgt. Oft genug stehen am Ursprung von schweren Rückenschmerzen problematische Infektverläufe, deren Anfänge in die Kindheit zurückreichen können. Die Ärzte in der Klinik am Steigerwald nehmen die Diagnosen in diesem weit gespannten Horizont vor und therapieren mit den entsprechenden Methoden.
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